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Webdesign|3 Min. Lesezeit|18. April 2026|von Marcel Kremer

WordPress-Alternativen 2026: Was gibt es sonst?

Übersicht
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WordPress betreibt rund 40% aller Websites weltweit. Aber muss es deshalb auch Ihre sein?

Vor 10 Jahren war die Antwort meistens: Ja. Heute gibt es Alternativen die in vielen Fällen die bessere Wahl sind – schneller, sicherer, wartungsärmer. In diesem Artikel vergleiche ich 5 echte Alternativen ehrlich und ohne Sponsoring.

Warum Unternehmen WordPress verlassen

WordPress ist nicht schlecht. Aber es hat Nachteile, die mit der Zeit schwerer wiegen:

  • Sicherheit: WordPress ist das Angriffsziel Nr. 1 im Web. Nicht weil es unsicher gebaut ist – sondern weil es so verbreitet ist. Jedes Plugin ist ein potenzielles Einfallstor.
  • Wartung: Ständige Updates. WordPress selbst, das Theme, die Plugins, die PHP-Version. Verpassen Sie ein Update, riskieren Sie Sicherheitslücken. Machen Sie eins falsch, ist die Seite kaputt.
  • Performance: Ein typisches WordPress-Theme lädt 20-30 JavaScript- und CSS-Dateien. Dazu kommen Plugin-Ressourcen. Das Ergebnis: Ladezeiten die mobile Besucher vergraulen.
  • Versteckte Kosten: WordPress ist „kostenlos" – aber Premium-Themes kosten 50-200 €/Jahr, essentielle Plugins nochmal 100-300 €/Jahr, und professionelles Hosting 20-50 €/Monat.

Die 5 besten WordPress-Alternativen

1. Individuell entwickelte Website

Eine maßgeschneiderte Website, gebaut mit modernen Technologien wie React, Vue oder Astro. Kein Theme, keine Plugins – nur Code der genau das tut, was Sie brauchen.

Vorteile: Maximale Performance (Ladezeiten unter 1 Sekunde), volle Kontrolle über Design und Funktionen, minimale Angriffsfläche, keine Plugin-Abhängigkeiten.

Nachteile: Höhere Einmalkosten. Braucht einen Entwickler für Änderungen – es sei denn, ein Admin-Panel ist integriert.

Für wen: Unternehmen die eine Website wollen, die Jahre hält und sich nicht ständig um Updates kümmern wollen.

Kosten: Ab 1.900 € einmalig, niedrige laufende Kosten (Hosting 5-20 €/Monat).

Transparenz: Das ist das, was ich bei kremer-digital mache. Ich bin voreingenommen – aber ich erkläre auch ehrlich, wann andere Optionen besser passen.

2. Webflow

Ein visueller Website-Builder der deutlich leistungsfähiger ist als Jimdo oder Wix. Professionelle Designer nutzen Webflow für anspruchsvolle Websites.

Vorteile: Visueller Editor, gutes Hosting inklusive, CMS integriert, keine Programmierkenntnisse nötig für Content-Änderungen.

Nachteile: Vendor-Lock-in (Export schwierig), monatliche Kosten steigen mit Features, bei komplexen Funktionen stößt man an Grenzen.

Für wen: Design-fokussierte Unternehmen mit eigenem Content-Team.

Kosten: 15-40 €/Monat plus einmalige Design-Kosten.

3. Statische Seiten-Generatoren (Astro, Hugo, 11ty)

Websites werden beim Build-Prozess als fertige HTML-Dateien generiert. Kein Server der bei jedem Aufruf die Seite zusammenbaut – das Ergebnis ist extrem schnell und sicher.

Vorteile: Bestmögliche Ladezeiten, quasi unhackbar (kein Server, kein Login), extrem günstig zu hosten (oft kostenlos).

Nachteile: Kein visueller Editor ohne Zusatz-Tools. Für Content-Änderungen brauchen Sie einen Entwickler oder ein angebundenes Headless CMS.

Für wen: Technikaffine Unternehmen oder in Kombination mit einem benutzerfreundlichen Headless CMS.

Kosten: Ab 1.900 € Entwicklung, Hosting oft unter 5 €/Monat.

4. Shopify

Die beste Out-of-the-Box-Lösung wenn Sie primär online verkaufen wollen. Zahlungsabwicklung, Versand, Lagerverwaltung – alles integriert.

Vorteile: Alles was ein Onlineshop braucht ist da. Große App-Bibliothek. Zuverlässig und skalierbar.

Nachteile: Monatliche Kosten + Transaktionsgebühren. Design-Anpassungen limitiert. Für reine Unternehmenswebsites ohne Shop überdimensioniert.

Für wen: Unternehmen die hauptsächlich online verkaufen.

Kosten: Ab 30 €/Monat plus 1-2% Transaktionsgebühr.

5. Baukästen (Jimdo, Wix, Squarespace)

Die „ich mach das schnell selbst"-Lösung. Template auswählen, Texte einfügen, fertig.

Vorteile: Günstig, schnell, kein Entwickler nötig.

Nachteile: Limitierte Anpassungsmöglichkeiten, Template-Optik (man sieht es), schlechte Performance, eingeschränkte SEO-Möglichkeiten, Vendor-Lock-in.

Für wen: Vereine, Hobbyprojekte, absolute Minimalanforderungen. Nicht für Unternehmen die über ihre Website Kunden gewinnen wollen.

Kosten: 10-40 €/Monat.

Für wen ist WordPress immer noch die richtige Wahl?

Ehrliche Antwort: WordPress ist gut wenn...

  • Sie einen Blog mit vielen Autoren betreiben
  • Sie ein riesiges Plugin-Ökosystem brauchen (Mitgliederbereich, LMS, Marktplatz)
  • Sie bereits eine gut funktionierende WP-Seite haben und zufrieden sind

WordPress ist keine schlechte Wahl. Es ist nur nicht automatisch die beste.

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