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E-Commerce|2 Min. Lesezeit|26. April 2026|von Marcel Kremer

Onlineshop erstellen: Kosten, Optionen, Fehler

Übersicht
E-Commerce

Sie wollen Ihre Produkte online verkaufen. Die Frage ist nicht ob – sondern wie. Die Optionen reichen von „kostenlos selber machen" bis zur individuellen Lösung ab 2.900 €. Wo liegt der Sweet Spot?

Die 3 Wege zum Onlineshop

1. Hosted Plattformen (Shopify, Wix, Jimdo)

Alles aus einer Hand: Hosting, Design, Zahlungsabwicklung, Versand. Sie wählen ein Template, laden Produkte hoch und können theoretisch morgen verkaufen.

Vorteile: Schneller Start, kein Technikwissen nötig, alles inklusive.

Nachteile: Monatliche Kosten + Transaktionsgebühren, Design-Grenzen, Abhängigkeit vom Anbieter.

Kosten: 30-100 €/Monat + 1-2% pro Transaktion + einmalige Einrichtung 500-2.000 €

Für wen: Kleine Shops mit unter 100 Produkten, schneller Start gewünscht.

2. WooCommerce (WordPress)

WordPress-Plugin das Ihre Website in einen Onlineshop verwandelt. Riesiges Ökosystem, viele Erweiterungen, aber auch viel Wartungsaufwand.

Vorteile: Flexibel, große Community, viele Plugins, keine Transaktionsgebühren an die Plattform.

Nachteile: Wartungsintensiv (Updates, Sicherheit), Performance-Probleme bei vielen Plugins, braucht gutes Hosting.

Kosten: Hosting 20-50 €/Monat, Premium-Plugins 200-500 €/Jahr, Entwicklung ab 2.900 €

Für wen: Mittlere Shops die Flexibilität brauchen und WordPress-Erfahrung haben.

3. Individuelle Entwicklung

Ein Shop der genau auf Ihre Anforderungen gebaut wird. Maximale Kontrolle über Design, Performance und Funktionen.

Vorteile: Beste Performance, volle Kontrolle, keine Plattform-Abhängigkeit, exakt auf Ihr Geschäftsmodell zugeschnitten.

Nachteile: Höhere Einmalkosten, braucht einen Entwickler für Änderungen.

Kosten: ab 2.900 € Entwicklung, Hosting 10-50 €/Monat

Für wen: Shops mit besonderen Anforderungen, Konfiguratoren, B2B-Shops.

Kostenvergleich über 3 Jahre

Für einen Shop mit ~50 Produkten und 200 Bestellungen/Monat:

  • Shopify: 30 €/Monat × 36 + Transaktionen ≈ 3.500 € + Einrichtung 1.000 € = ~4.500 €
  • WooCommerce: 35 €/Monat Hosting × 36 + Plugins + Entwicklung ≈ ~5.500 €
  • Individuell: 2.900 € Entwicklung + 20 €/Monat Hosting × 36 ≈ ~3.620 €

Über drei Jahre liegt die individuelle Lösung hier vorn, weil keine monatlichen Plattform- und Transaktionskosten anfallen. Nicht eingerechnet ist in allen drei Rechnungen die laufende Wartung: bei Shopify übernimmt die Plattform den größten Teil, bei WooCommerce fällt sie am stärksten an.

Die 5 häufigsten Anfängerfehler

1. Zu viele Produkte zum Start

Starten Sie mit Ihren 10-20 besten Produkten. Professionelle Fotos, gute Beschreibungen, optimierte Seiten. Lieber 20 Produkte perfekt als 500 halbherzig.

2. Keine Produktfotos investieren

Online können Kunden nichts anfassen. Ihre Fotos SIND das Produkt. Investieren Sie in professionelle Produktfotos – oder lernen Sie es selbst mit guter Beleuchtung und einem sauberen Hintergrund.

3. Versandkosten verstecken

Überraschende Versandkosten im Checkout sind der Killer Nr. 1 für Warenkorbabbrüche. Zeigen Sie Versandkosten früh – oder noch besser: Ab einem Betrag kostenlos liefern.

4. Zu wenig Zahlungsoptionen

PayPal, Kreditkarte und Lastschrift sind das Minimum in Deutschland. Klarna/Sofortüberweisung wird zunehmend erwartet. Jede fehlende Zahlungsart kostet Sie Kunden.

5. SEO vergessen

Ein Onlineshop ohne SEO ist ein Laden ohne Schild. Produkttitel, Beschreibungen und Kategorieseiten müssen für Suchmaschinen optimiert sein.

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