Freelancer vs. Agentur: Wer baut Ihre Website?
Sie brauchen eine neue Website. Drei Agenturen haben Ihnen Angebote geschickt, zwei Freelancer auch. Die Preisspanne reicht von 2.000 bis 15.000 Euro. Und jetzt?
Ich bin Marcel Kremer, Webentwickler aus Hagen. Ich arbeite als Freelancer – aber ich habe vorher auch in Agenturen gearbeitet. Ich kenne beide Seiten. In diesem Artikel bekommen Sie einen ehrlichen Vergleich. Ohne Agenda. Naja, fast.
Die Kurzfassung
Für alle, die es eilig haben:
- Freelancer: Günstiger, direktere Kommunikation, spezialisierter – aber Ausfallrisiko bei einer Person
- Agentur: Breiteres Team, Vertretungsregelung, mehr Overhead – höhere Kosten, manchmal wechselnde Ansprechpartner
- Die richtige Wahl hängt von Ihrem Projekt ab – nicht von einem pauschalen „besser" oder „schlechter"
Was ein Freelancer mitbringt
Direkte Kommunikation, kein Stille-Post
Wenn Sie mit einem Freelancer arbeiten, reden Sie mit der Person, die Ihre Website baut. Kein Projektmanager dazwischen, kein Account-Manager der Ihre Wünsche „interpretiert". Sie sagen was Sie wollen, und der Freelancer setzt es um. Kurze Wege, schnelle Entscheidungen.
Niedrigere Kosten
Ein Freelancer hat kein Büro in der Innenstadt, keine Empfangsdame und keinen Kickertisch. Das heißt: weniger Overhead, günstigerer Stundensatz. Bei gleicher Qualität zahlen Sie beim Freelancer oft 30-50% weniger als bei einer Agentur.
Spezialisierung statt Bauchladen
Gute Freelancer sind Spezialisten. Sie machen eine Sache – und die richtig. Statt „Wir können alles: Print, Web, Social Media, Videoproduktion und Kaffeemaschinen-Reparatur" bekommen Sie jemanden, der in seinem Fachgebiet wirklich gut ist.
Wo es haken kann
Ein Freelancer ist eine Person. Wenn die krank wird, im Urlaub ist oder ausgelastet – steht Ihr Projekt. Es gibt keine Vertretung. Und manchmal fehlen Kompetenzen in Randthemen: Ein großartiger Entwickler ist nicht automatisch ein großartiger Texter oder Designer.
Was eine Agentur mitbringt
Breiteres Team
Eine Agentur hat Designer, Entwickler, Texter und Projektmanager unter einem Dach. Für komplexe Projekte die mehrere Disziplinen gleichzeitig brauchen, kann das ein Vorteil sein.
Vertretungsregelung
Wenn Ihr Ansprechpartner krank wird, springt jemand anderes ein. Das Projekt steht nicht still. Für zeitkritische Projekte kann das entscheidend sein.
Wo es haken kann
Höhere Kosten: Sie bezahlen den Projektmanager, die Büroräume und den Overhead mit. Wechselnde Ansprechpartner: Der nette Vertriebler, der Ihnen das Projekt verkauft hat, ist nicht derselbe, der es umsetzt. Junior an der Umsetzung: Nicht selten verkauft der Senior das Projekt – und ein Junior setzt es um. Längere Wege: Ihre Änderungswünsche gehen durch den Projektmanager, werden im Meeting besprochen und landen dann beim Entwickler.
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Was kostet es konkret?
Realistische Preisspannen für eine Unternehmenswebsite mit 5-10 Seiten:
- Freelancer: 1.500 – 6.000 €
- Kleine Agentur (2-10 Mitarbeiter): 4.000 – 12.000 €
- Große Agentur (10+ Mitarbeiter): 10.000 – 30.000+ €
Der Preis allein sagt nichts über Qualität. Ein Freelancer für 4.000 € kann ein besseres Ergebnis liefern als eine Agentur für 15.000 €. Und umgekehrt. Schauen Sie auf Referenzen, nicht auf Preislisten.
Meine eigenen Festpreise starten bei 1.900 € – bewusst am unteren Ende dieser Spanne, weil bei mir kein Agentur-Overhead mitfinanziert wird.
5 Fragen die Ihnen bei der Entscheidung helfen
- Wie komplex ist mein Projekt? Einfache Website mit 5-8 Seiten? Freelancer reicht. Plattform mit Login, Buchungssystem und Schnittstellen? Agentur kann sinnvoller sein.
- Brauche ich mehrere Disziplinen gleichzeitig? Wenn Sie parallel Texte, Design, Fotos und Entwicklung brauchen, ist ein Team effizienter als ein Allrounder.
- Wie wichtig ist mir ein fester Ansprechpartner? Beim Freelancer ist das garantiert. Bei der Agentur nicht immer.
- Wie hoch ist mein Budget realistisch? Unter 5.000 €? Freelancer ist wahrscheinlich die bessere Wahl. Darüber wird die Agentur-Option realistischer.
- Brauche ich langfristige Betreuung? Ein Freelancer der Ihre Website gebaut hat, kennt jeden Winkel. Bei einer Agentur wechselt das Team manchmal.
Was kremer-digital anders macht
Ich bin weder typischer Freelancer noch typische Agentur. Was Sie bekommen:
- 1 Ansprechpartner – wer berät, baut auch. Kein Stille-Post.
- Festpreise – kein Stundensatz-Roulette. Was im Angebot steht, wird nicht teurer.
- Unter 4 Wochen bis zum Launch – keine monatelangen Projekte.
- Professionelle Prozesse – klarer Ablauf, transparente Kommunikation, kein Chaos.
Sie bekommen die Vorteile beider Welten: Die direkte Kommunikation und den fairen Preis eines Freelancers. Und die Zuverlässigkeit und Struktur einer guten Agentur.
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Projekt anfragenFazit
Es gibt keine pauschal richtige Antwort. Die richtige Wahl hängt von Ihrem Projekt, Ihrem Budget und Ihren Prioritäten ab. Aber: Schauen Sie auf Referenzen und Ergebnisse – nicht auf Teamgröße oder schicke Büros.